Solo für ein Tasteninstrument

Wahl-o-mat und so

4. September 2009 · Kommentar schreiben

wahlomat

Und dann werde ich über Facebook noch damit bombardiert:

Wie war das mit dem Klassenstandpunkt?

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Which one is good for your throat?

17. August 2009 · Kommentar schreiben

…fragte mich gerade ein jamaikanischer Schlachtenbummler vor dem Hustenbonbonregal im Edeka am Bahnhof Friedrichstr. Ich habe – getreu der Losung der Berlin  Partner GmbH – die verschiedenen Geschmacksrichtungen übersetzt und ein paar nette Worte gewechselt, und das, obwohl ich mich nicht für Leichtathletik interessiere und gestern Saarbrücker Tatort statt Usain Bolt geguckt habe.

Aber lustig waren sie und gut drauf. Detail, das mir aufgefallen ist: die Fahne war ak-ku-rat gerollt. Jamaika ist halt doch nicht nur eine Koalition.

Und beim nächsten Mal freue ich mich, diese Anregungen an den Besucher zu bringen. Zum Beispiel, wenn der FC Bayern mal hier spielt

herzundschnauze

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Flickrrrrrrr…

16. August 2009 · Kommentar schreiben

…und meine Urlaubsfotos

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Nazis und Web 2.0 und so…

16. August 2009 · Kommentar schreiben

Also, das ist schon so eine Sache, mit diesem „Internetz“ und den „Heimseiten“, gell, liebe nationalbewegte Doofis? Da macht man eine fast schon schicke „Netzseite“ um einen sogenannten Flashmob (zur Arisierung dieses Ausdrucks: wie wäre es mit „spontanem Volkszorn“?) zum Gedenken an Rudolf Heß zu organisieren und was passiert? Auf Twitter sammelt sich unter eurem hashtag nur linkes Gesockse, das sich auch noch über euch Dilettanten lustig macht. Und dieses Pack erklärt euch dann auch noch, wie Flashmobs NICHT funktionieren…

Stellvertretend bringt das  @313373 so zum Ausdruck:

„Einen Flashmob anzukündigen ist eine Dummheit kosmischen Ausmaßes. Am besten hingehen und die Kasper auslachen. #Hessmob09 #fail #nazis“



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Die neue Definition von Pressefreiheit

16. August 2009 · Kommentar schreiben

Grundsätzlich wäre es ja gut und schön, diesen Blog mit Filmchen von Rugby-Fans und allgemein-literarischem Geplauder zu bestreiten, aber neben eher harmlosem Unsinn fällt dem wachen Medienkonsumenten eben auch ab und an gefährlicher Unsinn auf. Den Preis für gefährlichen Unsinn räumt heute der begeisterte Wintersportler  Dieter Althaus ab.

Nach den jüngsten Einlassungen,  dem Nachweis einer eher flexiblen politischen Grundeinstellung und lustigen Ideen zur endgültigen Etablierung sowohl des Kreationismus als auch der Almosengesellschaft äußert sich der wegen fahrlässiger Tötung rechtskräftig Verurteilte heute in der F.A.S. zur Pressefreiheit:

„Auf die Frage, warum er in Boulevard-Zeitungen ausführlich über den Unfall Auskunft gebe, antwortete der CDU-Politiker: „Im übrigen haben wir um die Pressefreiheit in unserem Land lange gekämpft. Zur Pressefreiheit gehört auch, dass Fragen nicht unbeantwortet bleiben. Mehr mache ich nicht.“

Nun mag sein, dass ich das mit der Pressefreiheit falsch verstanden habe, dass diese in Thüringen vor allem als Freiheit zur wohlwollenden Interpretation von juristischen Fakten verstanden wird, als Freiheit zur Selbstinszenierung und Freiheit zur Scheinheiligkeit – den Sonntag hat mir Herr Althaus jedenfalls gehörig versaut.

Machen Sie es sich einfach vor Ihrem Empfangsgerät bequem:

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Wenn ein deutscher Schlager Karriere macht

15. August 2009 · 1 Kommentar

Wer sich mit Randsportarten nicht so auskennt: Wir befinden uns im „Parc des sports Jean Dauger“ in Bayonne, Heimat des Aviron Bayonnais, ein 1904 gegründeter Rugby-Club. Wie, wann und warum „Griechischer Wein“ deren Vereinslied wurde, versuche ich noch herauszufinden.

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Ach, Linkspartei…

15. August 2009 · Kommentar schreiben

reichtum für alle

…diese  Forderung mag man ja noch teilen, ich wäre auch gerne reich, richtig reich von mir aus, aber warum plakatiert ihr genau daneben dann das hier?

reichtumbesteuern

Das scheint mir nun etwas, hm, also zumindest nicht stringent.

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Los gehts.

15. August 2009 · Kommentar schreiben

Nachdem ich etwas länger gebraucht habe, um Seitenstruktur und -administration hier zu durchschauen, habe ich gleich mal die ersten Links in meine Blogroll gesetzt. Ich bitte um gefällige Beachtung, sind alle geprüft und für gut befunden!

Besonders schön finde ich diesen Blog, zum einen, weil er mich, obwohl selbst juristischer Laie, immer trefflich unterhält, zum anderen, weil der dort bloggende Richter offenbar meine Vorliebe für den Autor teilt, den ich eingangs schon – hoffentlich genug – gelobt habe.

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Warum Messingherz?

15. August 2009 · 1 Kommentar

Das Schwierigste am Bloggen ist ja nicht, wie man gemeinhin annimmt, die regelmäßige Aktualisierung, die damit verbundene Disziplin, sondern der allererste Schritt, nämlich, unter welchem Pseudonym, unter welchem Namen man das tut. Allzu poetisch oder emotional darf es nicht sein, verhalten sich doch Web 2.0 und Emotionalität wie Feuer und Wasser. Also, schon ist der erste Fehler passiert: Mein Blog drängt einem schon im Titel das Wort HERZ auf.

Allerdings bezieht sich dieses Herz nicht auf wie immer geartete persönliche oder emotionale Befindlichkeiten (diese öffentlich auszubreiten, wäre mir ein Gräuel), nein, es verweist vielmehr auf ein wunderbares Buch des von mir über alle Maßen geschätzten Herbert Rosendorfer.

Jurist von Beruf und Schriftsteller aus Berufung, erzählt er in dem Roman „Das Messingherz oder Die kurzen Beine der Wahrheit“ die Geschichte von Albin Kessel, einem Schriftsteller, der von Auftragsarbeiten fürs Fernsehen lebt und Populärliteratur über erfundene Völker schreibt, mit mäßigem Erfolg.

Kessel dichtet außerdem mit Hingabe Aphorismen, was Rosendorfer seinen Protagonisten so erklären läßt:

„Albin Kessel war ein literarischer Außenseiter schon allein deswegen, weil er – mit einer Ausnahme – nur kurze lyrische Gedichte und Aphorismen geschrieben hatte. Diese kleinen Formen boten sich Kessel an, weil er schlampig war. Er verlegte oder verlor immerzu Manuskripte. Wenn er einmal, was selten vorkam, ein Gedicht geschrieben hatte, das über mehr als zwei Seiten ging, verlegte er bestimmt eine davon nach wenigen Tagen. (…) Am besten geeignet waren für Kessel Aphorismen, weil er sich die auswendig merkte und dem Redakteur, der sie drucken wollte, durchtelephonierte“

(Man könnte also sagen, Kessel ist der erste Twitterer in der Literatur)

Durch Zufall wird nun Albin Kessel vom Bundesnachrichtendienst angeworben und es entspinnt sich eine herrlich absurde Erzählung über den alltäglichen Wahnsinn in dieser Behörde, ihre in Formalien erstarrten Beamten und den Außenseiter Kessel. Der vielfältig interessierte Dichter und subversive Charakter trifft auf bizarr überzeichnete Beamtenseelen und Dienstanweisungen – doch findet er während der Dienstzeit ausreichend Gelegenheit, seine schriftstellerische Ader auszuleben und vor allem in Rückblenden die Geschichte des Messingherzens zu erzählen, die zugleich die Geschichte der Begegnung mit einem sehr wichtigen Menschen ist.

Ich selbst bin weder Schriftsteller, noch arbeite ich beim BND (sondern bei einer Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Anstaltscharakter). Somit ist der Titel dieses Blogs natürlich vollkommen zufällig, aber den Herren Kessel und Rosendorfer aufs Herzlichste zugeeignet.

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